Zwitschernde Ampeln


Oh Vancouver

Wow. Wie fasst man nur so viele Eindrücke in einem einzelnen Blogpost zusammen? Auf die Gefahr hin, nur auf die Hälfte eingehen zu können, werde ich euch heute von der Zeit seit dem letzten Blogpost berichten. Habt viel Spaß beim Lesen 😊

Abschied aus Deutschland
Ich wurde überzeugt: in Neuruppin gibt es das
leckerste Eis der Welt 😉
Schon die letzten Tage in Deutschland haben sich wie eine Reise angefühlt. Nach meiner Wohnungsübergabe und dem letzten Arbeitstag war nicht mehr viel zu tun, also habe ich die Zeit genutzt, um mich von den Liebsten zu verabschieden. Von Connie bei einem letzten Pubabend zusammen. Von den Unimädels beim Libanesen und im Irish Pub. Von Papa und Oma am langen Osterwochenende. Von Sofia bei strahlenden Sonnenschein und Inka-Eis. Von Kuschi und Mia beim Karlidöner. Und von Tommi, indem wir einige Tage zusammen in Neuruppin bei Wildschweingulasch, Eis und Sonnenschein genossen haben. Die Zeit mit Familie und Freunden hat mir noch einmal gezeigt, dass ich nicht traurig sein muss, längere Zeit weg zu sein. Im Gegenteil: es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, zu erleben, wie sich die Liebsten mit mir gemeinsam über das Abenteuer gefreut haben 💓 Und ich weiß, dass das Wiedersehen umso schöner werden wird. Sei es hier in Kanada oder dann zurück in Deutschland.


Neuruppiner Skyline


Letzte Vorbereitungen


Anreisetag
Familie Schmidt on tour
Die Anreise war viel einfacher und angenehmer als gedacht 😊 Ich war relativ früh wach und bin gerade aufgestanden, als Papa mit Brötchen nach Hause kam. Außerdem hat er mir noch Mini-Bananen für die Reise mitgebracht 😁 Super praktisch! Wir haben zutiefst entspannt gefrühstückt. Anschließend hab ich mir noch Brote für die Reise geschmiert, die Flugtickets ausgedruckt und den letzten Kleinkram zum Handgepäck gepackt. Und dann ging es auch schon bei strahlendem Sonnenschein und mit offenem Cabrio Richtung Tegel!
Der richtige Schalter war schnell gefunden. Dort habe ich dann meinen Rucksack in Cellophanfolie eingepackt (mega guter Vielreisendefreundetip Nummer 1 😉) und hinter Isländern in Sandalen gewartet. Entspannte Menschen 😄. Am Schalter wurde das erste Mal nach meinem Visum verlangt, weil kontrolliert wurde, ob ich ein ETA für die Einreise in Kanada habe (erhält man mit der Erlaubnis zu einem Working Holiday automatisch). Der erste Moment, in dem sich zeigt, ob ich bei der Beantragung alles richtig gemacht habe! Der Mensch hat sich gefühlte fünf Minuten das zweiseitige Dokument angeschaut und ich wurde schon etwas nervös, bis er es mir mit einem simplen "Perfekt" zurück gegeben hat. WAHNSINN! Es ging los!!! Plötzlich 13 Kilo leichter habe ich mir noch eine deutsche Rätselzeitschrift gegen Langeweile und ein paar Kaugummis für den Druckausgleich gekauft. Und gleich mal vor lauter Aufregung mein Handy dort liegen gelassen. Es ist mir erst kurze Zeit später aufgefallen und wurde in der Zwischenzeit zum Glück von einigen älteren Damen gefunden, die es mir lächelnd übergaben...Man Tati ey. Draußen kam uns dann auch schon Oma entgegen und wir sind zu dritt noch eine kleine Runde gelaufen, bevor wir uns langsam wieder Richtung Gate aufgemacht haben. Bei der Verabschiedung liefen dann doch einige Tränen, zum größten Teil aber Freudentränen. Durch die Bodenkontrolle ging es relativ fix und schon saß ich am Gate und habe auf den Flieger nach Keflavik gewartet 😱 Die zwei Stunden dort gingen so schnell vorbei! Auch hier hat sich ein Vielreisefreund-Tip bewährt: eine leere Wasserflasche mitbringen und die einfach hinter der Kontrolle befüllen! Man spart hier eine Menge Geld 😊
und geplaudert und gemeinsam noch eine Tasse Kaffee genossen, bevor ich die Flugtickets ausgedruck, Stullen für die Reise geschmiert und den letzten Kram für das Handgepäck verstaut habe. Dann ging es auch schon los! Bei strahlendem Sonnenschein und mit offenem Cabrio haben wir uns frühzeitig auf den Weg nach Tegel gemacht. Dort angekommen haben wir den Schalter super schnell gefunden und ich habe meinen Rucksack in Cellophanfolie eingepackt (Tipp Nummer 1 von meinen Vielreisefreunden - hat sich bewährt! Danke 😊)
Flieger Nr.1: Berlin - Keflavik
Anschlussflug nach Vancouver.
Zeitlich hat es perfekt gepasst
Der Beweis: auf Island scheint
auch mal die Sonne
Schließlich begann das Boarding und ich wurde nervös. Ich hasse Fliegen. Ich hasse das Gefühl beim Start. Ich hasse Luftlöcher. Ich hasse, dass man eingepfercht zwischen anderen sitzen muss. Ich hasse die Angst, dass wir bei der Landung nicht schnell genug die Geschwindigkeit drosseln können. Auch hier ein Vielreisertipp: Such dir den Fensterplatz aus, dann hast du eine schöne Aussicht, die ablenkt und schau nach den Notausgängen, dann hast du das Gefühl, dass du im Notfall gut vorbereitet bist. An Board dann die Erleichterung: der Platz neben mir blieb leer. Ein bisschen mehr Freiheit für die Gliedmaßen 😂 Außerdem bin ich das erste Mal in einem Flugzeug gewesen, die auch ein Bordprogramm haben! Total cool! Ich hab mir gleich mal "Why him?" angeschaut, so vergingen die knapp 3,5 Stunden "wie im Flug" 😜 Allerdings habe ich den Fehler gemacht und bin im Flieger nicht auf Toilette gegangen (könnt ihr euch an die Wasserflasche erinnern? Mir wurde gesagt, ich soll viel trinken, also habe ich nicht nur die leergemacht, sondern auch jedes Wasser angenommen, das mir angeboten wurde🙋 doofe Kombination). Sagen wir so: Mein Weg vom Flieger zum Flughafen waren ein Sprint. Meine damalige Trainerin wäre begeistert gewesen von meiner Schnelligkeit. 
In Keflavik ging alles super easy. Nochmal schnell die Wasserflasche neu befüllen (auf einem achtstündigen Flug würde ich ohnehin nicht drumrum kommen 🚽) und ab zum neuen Gate. Dort habe ich mich gleich mal an die falsche Schlange angestellt 🙈 
Atemberaubendes Grönland.
Wieder im Flieger war ich schon viel entspannter als noch am Mittag. Komisch, wie schnell man sich an sowas gewöhnt...Ich hab mir gleich einen weiteren Film angemacht ("Blade Runner 2049" 👌) und mein Essen vertilgt. Irgendwann ist mein Sitznachbar umgezogen, sodass der Nebenplatz wieder frei war. Dadurch bin ich mit Shaun aus Norwegen ins Gespräch gekommen, der einen Sitz weiter saß. Wir haben uns die letzten drei Stunden unterhalten, was ein wirklich interessantes Erlebnis war, weil mein Gehirn stellenweise absolut damit überfordert war, das, was ich sagen will, ins Englische zu übersetzen 😅 Aber Shaun war super lieb und geduldig und aufgrund seiner Backpackingerfahrung in Südostasien hat er mir noch folgenden Tip mit auf den Weg gegeben: wenn man auf Reisen ist, immer so viel Routine aufbauen wie möglich. Heißt also morgens aufstehen, sporteln und danach Frühstück. Jeden Tag. Haha - perfekt, wie zu Hause 😋 


Nachdem wir in Vancouver gelandet sind, war es ein echt seltsames Gefühl, wieder zu laufen 😅 Acht Stunden sitzen, das macht man nicht alle Tage...außerdem war es komisch, dass es noch so hell war. Mein Körper sagte 2 Uhr, die Uhren am Flughafen 19 Uhr 😅 Aber der Flughafen war wirklich schön. Viel Grün, viel Holzkunst und sogar ein Becken mit Quallen: 

Ein Café mit Bach mitten
im Flughafen


Man betritt den Flughafen und
trifft direkt auf ein Becken mit
Quallen.
Kurz vor der Grenzkontrolle...
ich schätze, mit den beiden
sollte man es sich nicht
verscherzen 😉

An der Grenzkontrolle ging alles relativ schnell...man wird elektronisch erfasst, es wird ein Foto gemacht (nach 12 Stunden Fliegen - Direktbewerbung bei Heidi Klum ist raus) und man erhält quasi einen Bon, auf dem Codes und das Bild sind. Damit wurde ich dann von einem Schalter zum nächsten geschickt, bis ich dann erst einmal mein Gepäck abholen durfte. Hier musste ich nämlich gleich zum Immigration Office! Das hatte ich eigentlich für den nächsten Tag geplant, deshalb war ich ganz dankbar, dass ich den Haken noch am gleichen Tag machen konnte 😊 Dort waren drei seeeeehr mies dreinblickende Grenzkontrolleure, die in den 20 Minuten, die ich gewartet habe, nicht einmal gelächelt haben. Dafür haben sie aber auch meine tausend Dokumente nicht sehen wollen, von denen es hieß, dass sie zur Einreise nötig wären 😅 Wer von euch also auch einen Working Holiday Aufenthalt in Kanada plant: macht euch keinen Stress. Sie wollten nur Reisepass und Point es Entry sehen und ZACK hatte ich meine Arbeitserlaubnis in den Händen! 😻 Das war ein so abgefahrenes Gefühl! Monatelang hab ich mir genau diesen Moment vorgestellt. Auch die ersten Schritte aus dem Flughafen raus waren abgefahren...wie in einem Traum. So viel Grün, so viele lächelnde Gesichter, so viele GROßE Autos! Sonnenschein, blauer Himmel, eine leichte Brise. Die Bahn Richtung Downtown Vancouver und damit zum Hostel war schnell gefunden. Beim Kauf des Tickets war mir sofort ein Mitarbeiter zur Hilfe. Ich habe eine Bahn knapp verpasst und musste dann 20 Minuten auf die nächste warten. Trotz der Müdigkeit hat mir das aber wenig ausgemacht, weil ich so glücklich war und so erstmal alles sacken lassen konnte. Als ich dann in der Bahn saß, konnte ich schon mal ein paar Eindrücke von der Stadt sammeln. Eine riesige, vielseitige, grüne Stadt. Mit Bergen im Hintergrund und viel Wasser (in meinem Instagram Post habe ich übrigens gelogen - das sind nicht die Rocky Mountains, wie mich ein Kanadier aufgeklärt hat...wie groß sind die denn dann erst?? 🙈). An der Endhaltestelle angekommen war ich erst etwas planlos, bis mir bereits der nächste Mensch zur Hilfe stand. Wo ich hin muss, fragte er. Zu müde, um mich an die Adresse zu erinnern, fragte ich nur, ob er das Cambie Hostel Gastown kenne. Klar, sagte er und maschierte los. Ich hinterher. Wahnsinn. So viel Freundlichkeit und Hilfbereitschaft! Er zeigte mir die Richtung, verabschiedete sich und ließ mich sprachlos zurück. Denn ich stand plötzlich mitten zwischen Wolkenkratzern! Damit hatte ich nicht gerechnet! Auf den Weg in die angewiesende Richtung konnte ich bereits einige interessante Entdeckungen machen: die Fußgängerampeln zählen hier nicht nur den Countdown bis zum Rotwerden runter, nein sie zwitschern auch, wenn sie grün sind (bzw. weiß, denn hier gibt es nur rot und weiß)! 😄 
Beim Hostel angekommen der Schreck: die Schlange zur Bar im Erdgeschoss reichte von einer Straßenseite bis um die Ecke zur anderen 😓 Zum Glück befand sich der Eingang zum Hostel eine Ecke weiter. Ich wusste ja, dass eine Bar zum Hostel gehört, aber ich wusste nicht, dass sie der absolute Hotspot der Stadt ist! 😅 An der Rezeption ging mit der Schlüsselübergabe alles glatt und ich konnte endlich ins Zimmer. Übermüdet wie ich war, hab ich es erst an der falschen Zimmertür probiert und mich gewundert, welcher der vier Schlüssel denn nun passen soll 😂 Nachdem mir mein Fauxpas aufgefallen ist, hab ich dann doch irgendwann mein Zimmer gefunden. Im gemischten Vierbettzimmer war bisher nur ein Bett belegt! Was für ein Glück! Ich habe erst einmal alle Sachen fallen lassen und bin dann ins Bett gekrabbelt. Ausruhen. Durchschnaufen. Sacken lassen. Anschließend bin ich unter die Dusche gesprungen und hab mich dann auf die Suche nach etwas Essbarem begeben. Was ich allerdings nicht wusste ist, dass hier sehr vieles bereits um 21 Uhr schließt. Es war 21:15 Uhr. Also blieb mir als Notlösung nur Subway. Von meinem ersten Essen in Kanada hatte ich mehr erwartet, aber ich habe das Sandwich eh eher im Halbschlaf verschlungen 😅 Ich bin dann zurück ins Hostel und direkt ins Bett gegangen. Von meinem Mitbewohner keine Spur. Erst nachts um drei. Er kam reingestolpert, hat das Licht angemacht, laut "Shit, Sorry" gerufen und es wieder gelöscht. Dann hat er sich unter vielen "Shit"s und "Sorry"s eine Jacke drüber gezogen, meinte er komme morgens wieder und ist wieder raus. Okay 😆 Sein Morgens war dann am nächsten Tag um Zehn. Er kam mit einer Dose Bier ins Zimmer, hat seine Sachen gewechselt und ist wieder los.

Verwaltungskram
Der erste Tag war komplett für den Papierkram reserviert. Wie ich in einigen Blogs (z. B. dieser überragende Blog von Vanessa oder der hier von Julian) lesen konnte, sollte es hier bei der einen oder anderen Station länger dauern. "Stationen", das heißt folgendes:
  • Beantragung einer Sozialversicherungsnummer
  • Mit dieser ein Bankkonto eröffnen
  • Mit diesem einen Handyvertrag abschließen
  • Mit der kanadischen Nummer auf Jobs bewerben
Auswahl bei Tim Hortons. Da gibt es noch
einiges zu probieren 😋
Also bei Google Maps eben nach dem "Service of Canada" geguckt und losgestiefelt...und fast dran vorbeigerannt. Nachdem ich nämlich endlich bei Tim Hortons war (warmer Haferbrei mit Ahornsirup - mmmmh) befand sich dieses nämlich direkt gegenüber 😅 Die Beantragung ging super schnell und der Bearbeiter war sehr nett. Gleich nebenan befand sich eine Bank, also dachte ich, versuche ich mein Glück gleich dort. Ich habe der Dame am Empfang meine Situation geschildert und ihr gesagt, dass ich gern ein Bankkonto eröffnen würde. Leider war diese super unfreundlich und hat mir gesagt, dass ich ohne festen Wohnsitz kein Konto bekommen würde. Ich hab versucht, ihr zu erklären, dass ich nicht obdachlos bin, sondern Backpacking mache. Hat sie leider wenig interessiert. Etwas enttäuscht bin ich erst mal ins Hostel zurück und habe geschaut, wie andere Backpacker dieses Problem gelöst haben. Gleich nebenan war auch die TD Canada Trust. Also nochmal da das Glück probieren, dachte ich. Der Mann dort am Empfang war sehr sehr nett und höflich und hat mir einen Termin gegeben. Eine halbe Stunde später saß ich also bei André, hab mit ihm über Potsdam geplaudert und hatte eine weitere Stunde später meine Bankkarte in der Hand. Bingo! Da hier in Kanada alles mit Karte bezahlt wird, habe ich gleich mein ganzes Bargeld eingezahlt. So muss ich mir auch keine Sorgen machen, dass dieses irgendwann mal ungewollt den Besitzer wechselt, denn im Hostel hängen häufiger mal seltsame Gestalten rum (Einer von diesen begegnete mir am nächsten Morgen im Gemeinschaftsraum. Er war so unter Drogen, dass er nicht mehr wusste, wie er aus dem Hostel rauskommt. Hmmm...). Völlig überzeugt von meiner Glückssträhne habe ich mir auch gleich einen Mobilfunkanbieter gesucht. Vor Ort dann die Ernüchterung: Mein Handy und die kanadische SIM Karte verstehen sich nicht 😧 Die Verkäuferin wollte mir gleich ein iPhone für 1000 Dollar verkaufen. Aber auch das Sony für "nur" 400 Dollar hätte ich mir nicht leisten können. Als letzte Möglichkeit bot sie mir ein No Name Handy für 140 Dollar an. Ich war frustriert und bat sie, am nächsten Tag wieder kommen zu können, um hier eine Entscheidung treffen zu können. Zurück im Hostel hab ich dann endlich die Waschmaschinen und eine - haltet euch fest - Hostelkatze gefunden 💓 Sein Name ist Oreo und er ist für alle mit Heimweh da 😊 Abends war ich ziemlich müde, da ich mich noch nicht recht an die Zeitverschiebung gewöhnt hatte. Da mir Lisa aber ans Herz gelegt hat, der Müdigkeit zu widerstehen, hab ich mich widerwillig aufgerafft und bin nochmal losgezogen. Eine Sache hab ich schon festgestellt: wenn es hier regnet, dann richtig - wie aus Kübeln. Ich hab mich also dazu entschieden, mich mit meinen eBook Reader ins nächste Starbucks zu setzen. Dort habe ich mich zu einem Mann an den Tisch gesetzt, weil es sehr voll war und bin mit ihm ins Gespräch gekommen. Wir haben geplaudert und ich hab ihm irgendwann von der Sache mit dem Handy erzählt. Er hat mir Craigslist ans Herz gelegt, in etwa vergleichbar mit ebay. Dort hat er spaßenshalber nach einem Smartphone gesucht und direkt ein gutes, originalverpacktes Telefon für 100 Dollar gefunden. Er hat Kontakt zu dem Verkäufer aufgenommen und ein Treffen für den nächsten Tag vereinbart. Dabei ließ er mir aber die Möglichkeit offen, mich noch zu entscheiden und ihm am nächsten Tag Bescheid zu sagen. Ich war unendlich dankbar für das Angebot, aber ich bin bei solchen Sachen auch sehr vorsichtig, gerade wenn Geld im Spiel ist. Also habe ich am nächsten Morgen dankend abgelehnt und bin in den nächsten Handyladen gegangen. Dort hat der Verkäufer mir ungefähr 83 Kilo Sorgen abgenommen, denn er hat mein Handy nochmal mit seiner SIM Karte ausprobiert - und es funktionierte! Mega!!! Der Verkäufer war auch total freundlich und wir haben uns super unterhalten. Keine halbe Stunde später hab ich das Geschäft verlassen und habe mit der Sonne um die Wette gestrahlt 😁 Ich habe mich nun für einen sogenannten Text&Call Tarif entschieden, bei dem ich so viel telefonieren und SMS schreiben kann, wie ich will (umgerechnet 20 Euro im Monat). Wichtig ist, dass ich die Option habe, später noch auf einen Vertrag mit Internet upzugraden, denn mein Handyvertrag in Deutschland läuft im Juli aus.


Let the application-games begin...
Mit der neuen, kanadischen Nummer im Handy kann ich mich nun auch auf Jobs bewerben. Hier in Vancouver hängt gefühlt in jedem zweiten Geschäft ein Zettel im Schaufenster, auf dem steht, dass Personal gesucht wird. Eine Ecke neben dem Hostel ist ein schöner Supermarkt, der eine riesige Auswahl hat. Auch dort wurde Personal gesucht. Ich habe mir einen Bewerbungsbogen von dort mitgenommen, ihn ausgefüllt und wieder abgegeben. Dabei hatte ich gleich die Gelegenheit, mit der Chefin zu sprechen und habe nun am Montag ein Bewerbungsgespräch 😊 Dennoch werde ich mich noch in anderen Geschäften bewerben und dann einfach schauen, wo die Bezahlung am besten ist. Denn die Hostels und der dreiwöchige Trip mit Tommi im August wollen auch finanziert werden 😉
Anschließend bin ich nochmal in den wunderschönen Stanley Park rüber und hab mir dort die Lost Lagoon angeschaut. Ich werde hier mal einige Bilder reinstellen, damit ihr einen Eindruck von diesem großartigem Ort und der Satdt bekommt:

Diese kleinen Kerlchen sind überall an der Lost Lagoon anzutreffen und zu freuden der
Besuchenden sehr zutraulich

Sonnenaufgang im Stanley Park
Lost Lagoon und die Skyline Vancouvers im Hintergrund
Wolkenkratzer neben Wolkenkratzer

So viel zu den ersten Tagen hier in Vancouver...ich muss echt sagen, ich bin immer noch komplett überwältigt von allem.
Manchmal habe ich Momente, in denen ich glaube, das alles nur zu träumen.
Manchmal hab ich Momente, in denen mir die Freudentränen in die Augen schießen, weil ich nicht fassen kann, dass ich wirklich hier bin.
Insgeheim habe ich die Wochen vor dem Abflug immer wieder überlegt, was denn passiert, wenn ich einen Fehler bei der Visabewerbung gemacht habe und an der Grenzkontrolle einfach abgewiesen werde. Oder ein wichtiges Dokument nicht dabei habe oder etwas Wichtiges vergessen habe. Oder das Visum hätte bestätigen müssen oder oder oder...Aber das alles hat sich jetzt erledigt und ich genieße momentan alle Eindrücke und Erlebnisse. Ich habe meine Flugangst weggesteckt, die Kakerlake gestern beim Kochen in der Gemeinschaftsküche hat mich kalt gelassen und dass mein Mitbewohner nachts das Licht anmacht oder bei offener Tür auf Toilette geht kann ich auch nicht ändern. Diese Reise ist dafür da, loszulassen. Bisher gelingt mir das ganz gut 😊

Ich hoffe, ich konnte euch heute einen kleinen Einblick in die Erlebnisse der vergangenen Tage geben! Vielleicht lest ihr den Beitrag ja bei eurem gemütlichen Samstagsfrühstück. Nächsten Freitag werde ich wieder berichten. Vielleicht habe ich bis dahin einen Job? Vielleicht habe ich das Hostel gewechselt? Vielleicht habe ich mich dazu entschieden, Vancouver zu verlassen? Ich bin gespannt...und ich hoffe, ihr auch 😉

Bis dahin!

Eure Tati

Poutine! Endlich! Käse mit Bratensauce und Käseklumpen
Details...die Wolkenkratzer beeindrucken mich noch immer

Das Leben ist schön






Kommentare

  1. Du schreibst so wunderbar offen, ehrlich und sympathisch <3 Man hat richtig das Gefühl, dabei zu sein :-)

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  2. The Man Titanium bracelet is a replica of the man's bracelet - TITNIA
    The man's bracelet has the stainless steel vs titanium apple watch Man's heart, it has the face and it has the teeth of a man. This is titanium road bike the harbor freight titanium welder original titanium bracelet man's bracelet. This new version 2018 ford fusion energi titanium of the bracelet is made  Rating: 5 · ‎1 review

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